Projektseite

Martin Friedrich Bühler             passbild2_small.jpg


16.08.2017:

FAHRRAD-TOUR 17.-28.04.2017

durch Böhmen mit Langobarden-Königssitz 453-510 n.Chr.

 

2017.05.06 2016.07.10 Fahrradtour, , 2016 und 2017 - Kopie.jpg

Schwarz: Fahrrad-Tour 17.04.-28.04.2017; (grün: Fahrrad-Tour 2016, rot: Bahn-(Rück)-Fahrt)

 

 

Ob mit Caesar Europa (und / oder die ganze Welt) geteilt wird, davor noch ungeteilt war (unter Rom als gröster Stadt, die es jemals gab, und die sich in der Verantwortung für den Lebensraum Planet Erde ebenso wie für die Menschheit insgesamt sah), bleibt eine hypothetische Frage, solange unklar ist, mit wem sich ggf. Caesar Europa (und / oder die ganze Welt) geteilt hat: die Merowingisch-Fränkische Familiengenealogie (vergl. Usch Henze: Die Merowinger, 2010) kennt einen König Francus als Zeitgenossen von Caesar, verfolgt man die Hauptsitze der Merowinger und ihrer Vorfahren zurück, sind sie vor Tournai weiter östlich, also möglicherweise tatsächlich im Ostseeraum (um Usedom?), und man kann sich fragen, ob es damit seit Caesar ein konkurrierendes Reich im Norden gab (mehr noch ist fraglich, welche Einflüsse parallel aus Ostasien zu vermuten sind, also aus dem frühen und späten Han-Imperium mit Interregnum dazwischen um die Zeitwende).

 

2017.03.12 Römisches Reich und Frankus-Reich.jpg

 

 

Ob das im Norden so eine kleine Formation war (Bild), oder viel gröser war, ist rein hypothetisch, interessant ist es eigentlich nur als Vorüberlegung, ob es jenseits der heute oft vorausgesetzten „Diokletianischen Tetrarchie“ noch mehr gab als zwei Reichsteile im lateinischen Westen und den griechischen Osten, und was das dann war (ich denke da z.B. an den gotischen Arianismus mit der gotischen Bibel als Referenzsystem für eine überregionale Verkehrs- und Handelssprach), wie es vielleicht zu begründen ist, zu erklären ist, und was daraus dann wiederum abgeleitet werden kann. In einem PC-Rollenspiel (Total War: ATTILA) ist genau dieser Raum Ausgangspunkt einer Geschichte ab 400, die 453 mit dem Ende der Nibelungen-Tradition, der Burgundenkönige und Attila endet gemäs literarischer Tradition des Nibelungenliedes. Allerdings sehen andere selbst Attila als Vasallen und Söldnerführer Fränkischer Prinzen (Könige) bei der Schlacht auf den Katalaunischen Feldern, und gräbt man noch etwas tiefer (vor 500 n.Chr. und vor 400 n.Chr. mit Frankenkönig Pharamund, damals noch rechtsrheinisch in NRW) ein Alemannien, das das noch gröser ist als das damaligen Frankenreich. Entsprechend kann dieses vermeintliche „Germanische“ Gebilde im Norden (als Ausgangpunkt der Völkerwanderung, soweit man das heute zurückverfolgen kann) auch zu kurz gegriffen sein, wenn es sich um ein Teilreich des ab Mitte des 4. Jh. bereits wieder zerfallenden Alemannien der Konstantinischen Dynastie handelt, die damit als Ursprung, Ausgangspunkt, Basis und Rückzugsgebiet (mit Ende der konstantinischen Dynastie 363 n. Chr. Alemannien gehabt hätte.

 

2017.02.05 Lombard_Migration.jpg

Fraglicher früher Wanderweg der Langobarden

mit Königssitz 453-510 in Böhmen (gemäs Gothaer Kodex), 510-568 in Teurnia,

dann kurze Zeit in Verona (Theoderich-Palast) und schliesslich in Pavia, Lomardei

2017.05.29 Familiengeschichte, Karte Langobarden, Völkerwanderung.jpg

Hellgrün: fragliche Ausgangsregion aller Völkerwanderungszüge (ausser Hunnen)

Blau: Weg der Langobarden ab 370 über Böhmen, Slowakei, Pannonien, Noricum

(dunkelgrün: Wanderungsweg der eigene Vorfahren über die letzten 1500 Jahre)

 

Ausgehend von Tiridates III, der 303-330 n.Chr. als Armenierkönig erstmals das spätantike Christentum (mutmaslich in der ursprünglichsten Arianischen Form in Kontinuität zu Tiridates I als König des Römischen Armenien im 1. Jh. als Stifter des kaiserzeitlichen Ur-Christentums) als Staatsreligion begründet, führt Konstantin ab 330 n.Chr. im neuen Byzanz-Konstantinopel diesen Arianismus als Staatsreligion weiter als Grundlage der weiteren konstantinischen Dynastie (ab Konstanz 293) bis 363. Vor der heute entlang der Geschichte der Langobardischen Königssitze vorläufig – und vor 596 n.Chr. ohne Kenntnis des Ortes innerhalb des Langobardenkönigreiches – wird um die Mitte des 5. Jh. oder kurz danach einem Vorfahren (gemäs Edictum Rothari von 643 n.Chr.) ein Sohn geboren, der singulär ALAMAN genannt wird, was rein zufällig sein kann, oder in irgendeiner Form mit dem Reich ALEMANNIEN – dessen Bezeichnung auf einen Vorfahren mit Namen Alaman, Sohn eines Teutonis, zurückgehen soll – und der dafür bezeichnenden Dynastie; ein Bruder dieses Aleman von Teutonis soll Hun gewesen sein (Hunnen-Dynastie). Tatsächlich sind in dieser frühen Zeit in 4 Generationen 3 Mal eine Namensform als Variante des heute als Gottes-Begriff interpretierten Bacchus / Bhaga / Wacho nachzuweisen (Weho, Wechilo, Facho). In spätantiken Karten ist Trier offenbar innerhalb von Alemannien eingezeichnet, würde als der Herzogssitz und Königssitz für Trier gewesen sein als Conatantius und Constantinus (Konstanz und Konstantin der Grosse, aus meiner Sicht Pentragon und Arthus der britischen Sagen mit Diokletian als Merlin), die Stadt Konstanz soll eine Stadtgründung von Constantinus gewesen sein, was ihn mit Alemannien verbindet.

 

Der Gotisch-Arianisch-Alemannische Constantius hat Britannien erobert; es ging dann wieder verloren. Sein Sohn Constantinus hat es nochmals neu erobert, so kam es dazu, dass Trier die Hauptstadt auch für Britannien wurde unter Caesars Constantius und dann des Caesars Constantinus. Um den weiteren Verfall des lateinischen Römischen Reiches zu begrenzen würde Caesar Constantinus dann auch das südliche lateinische Reich erfolgreich befriedet haben, und von da aus in den verfallenden griechischen Osten gezogen sein, da es keinen entsprechenden Nachfolger für den alles weit überragenden Tiridates als König im Römischen Armenien 303-330 n.Chr. gab. Mit dem Ende von Tiridates III 330 n.Chr. entstand im griechischen Osten (und Arianischen Norden, nördlich von Donau und Schwarzmeer wie Armenien) ein Vakuum, und damit ein Krisen- und Kriegsgebiet, das alle Friedenserfolge im Alemannischen Reich (dessen späteres Germanisches Teilreich heute teils erschlossen ist als Ausgangspunkt der Völkerwanderungen, tatsächlich der Wanderung von Königssöhnen mit Heeresteilen) und insgesamt im gesamten lateinischen Westen: deshalb würde er zusätzlich zur Hauptstadt Trier auch noch Konstantinopel als Hauptstand im Osten gegründet haben.  Aus diesem Gotisch-Arianischen Hintergrund entsteht (nach Ende der Konstantinischen Dynastie 363 n.Chr.) bis ca. 400 – als Attila geboren wird – etwas, was nach dem Tod von Attila 453 n.Chr. in der Nibelungenüberlieferung als „Hunnenreich“ literarisch fortlebt und im PC-Rollenspiel TOTAL WAR: ATTILA thematisiert wird (in der Hunnen-Kampagne), aus dem die folgende Karte entnommen ist und mit den Ovalen (als historischen Hintergrund seit 293-363 n.Chr.) kommentiert ist. Aus diesem farbigen Raum geht etwas hervor, was später, soweit das bisher rekonstruierbar ist, mit Croats / Hroaths (Rothe, Rus) / Haruden umschrieben wird; auch im Edictum rothari 643 n.Chr. wird dieser Begriff Haruden als Ursprungsfamilie zur überlieferten Genealogie von Rothari beschrieben.

 

2017.03.11 die Tetrarchie der Zeit von Diokletian und Tiridates III.jpg

fett gelb: das zentrale Armenier-Königreich 303-330 unter Tiridates III; fein gelb: das Sassaniden-Reich; hellrot: das ost-römische Reich; dunkelrot: das lateinische Reichsviertel (Tetrarchie von Diokletian) um Rom, Ravenna und Mailand; blau: das Reichsviertel um Trier der Konstantinischen Dynastie 293-363 einschliesslich Britannien; orange: der fragliche „Arianischen Raum“, aus dem die Völkerwanderung der Spätantike (mit Hintergrund in  der Römisch-Armenischen Parthischen Arsakiden-Dynastie), hervorgeht. Vielleicht gab es in der Kaiserzeit seit Tiridates I eine ähnliche Entwicklung, aus der in der Spätantike die heute bekannten Merowinger des Franken-Reiches hervorgegangen sein könnten?

 

In dieser Karte wird Alemannien als GERMANIA (=ARMENIA) bezeichnet, wer die lautgesetzlichen Entwicklungen beachtet wird darin unschwer Almannia lesen, wobei es da ja per se um Bezeichnungen handelt, die von Königsnamen abgeleitet sind, soweit das heute noch indirekt erschliessbar ist aus der alemannischen Überlieferung, die ich selbst aber nicht kenne, also nur bruchstückhaft indirekt zitieren kann. Es fällt aber doch auf, dass der letzte Kaiser des Mittelalters in dieser ungebrochenen Traditionslinie seit Konstantin dem Grossen (mit ursprünglicher Familienresidenz TRIER als Königssitz von Alemannien) und mit Konstanz am Bodensee als Gründung der Dynastie), Kaiser Sigismund, tatsächlich nochmals vom Deutschen Reich (der Tradition von Teutonis und seinem Sohn Aleman und ggf. auch Constantius und Constantinus aus dieser Königsfamilie?) nach Konstantinopel zieht und letztmals für einige Jahrzehnte den Bestand der Stadt sichern kann, nicht zuletzt durch das „Konstanzer Konzil“. Wer hier die Gesetze der Statistik bzw. des Zufalls anwendet, wird hier unschwer sehen, dass so viele Zufälle als zufällige Übereinstimmungen vom 3. Jh. bis zum 15. Jh. unmöglich zufällig sein können, dass hier also ein Muster zugrunde liegt, das erklärungsbedürftig ist. Wenn aber tatsächlich ein solcher realer Hintergrund eine Alemannien (Germanien) der Konstantinischen Dynastie (die damit definitiv keine Römische Senatoren-Dynastie war, sondern germanisch-gotisch (und gotisch ist abgeleitet von Japheth, wie sich nicht zuletzt an der Amaler Genealogie nachweisen lässt), würde da sehr viel mehr zutage zu fördern sein, mehr noch aber würde diese Überlieferung zu dieser Auseinandersetzung zwischen Jedi-Königtum und Sith / Sid Königtum (alt-irischen Tradition gemäs alt-etruskischer Tradition der KNIGHTS OF THE OLD REPUBLIK: THE SITH LORDS diese Auseinadersetzung des irisch-keltischen Inseln mit der Jedi bzw. Geti (Geten / Gothen) der Konstantinischen Dynastie mit wiederholter Eroberung der Inseln (KotOR I und KotOR II) sein.

 


 

 

FAHRRAD-TOUREN 2013-2017

2015-2017 zurück entlang der des Langobardenweges

2017.05.30 Fahrrad-Tour HH-Prag-ROT-Trier-Köln-HH-Visby-Vineta.jpg

bisherigen Fahrrad-Touren: grau 2013; schwarz 2015; blau 2016 als „Zeitreisen“

fettrot: Fahrrad-Tour 2017: HH-Prag-ROT; Bahnrückfahrt ROT-Worms-Trier-Köln-HH

 grün: Rekonstruktion des „Zuges“ der Amaler Ostgoten-Dynastie von 500-480-476-430

 

Im Ergebnis der bisherigen Erfahrungen (und der mit dem Fahrrad erfahrenen Strecken) und weiteren Recherchen zu wichtigen Knotenpunkte und Verbindungswegen der Spätantike ist nicht nur die Verbindung von Hamburg entlang der Elbe (und Moldau) bis Prag fraglich, sondern darüber hinaus auch eine mögliche Verbindung von Usedom (Achterwasser mit Vineta auf der Halbinsel Gnitz) entlang der Oder und Neisse und weiter – entlang dem Historischen Zug der Langobarden – über Slowakei, Pannonien und Noricum (mit dem Arianischen Teurnia 488-610) nach Italien und Rom, wobei dieser Zug nach Rom ja vorher von Odoaker 476 tatsächlich belegt ist. Es gibt (neben den Ostgoten unter den Amalern bis einschliesslich Theoderich in Italien) auch die Westgoten mit ihren Königreichen und Königen, und es gibt da viele konkrete Bezüge und Wege, die sich in diesen jeweils ältesten Familien als Kaiserdynastien vom 10. bis 20. Jh. in Ostfranken und dem Reich Lothars in der Mitte, davor unter den Karolingern auch in Westfranken, bewegt haben mögen und damit „Geschichte geschrieben“ haben mögen.

 

Folgendes Bild zeigt rot gestrichelt den Rückgriff auf die spätantiken Westgoten mit Toledo (und Isidor von Sevilla) und ursprünglicher Toulouse wie dem Sitz der Lethinger Dynastie in Böhmen . Es zeigt weiter die Amaler Ostgoten-Dynastie (in der folgenden Karte grün markiert) mit dem ersten Herzog von Schwaben-Allemanien 500 n.Chr. als Sohn von Odoaker (in Ravenna ab 480, davon in Rom 476), mit Ostgoten auch in Illyrien mit Split (Diokletianspalast), und mit dem Vater von Odoaker am Hof von Attila und Ruga; davor sind die Amaler in Südosteuropa, ursprünglicher (bis 375 n.Chr. unter Ermanerich) im Raum Kiew. Gelb markiert ist zunächst die Verbindung (der Konstantinischen Dynastie 293-363) von Trier nach Britannien; von Trier gibt es ebenso eine direkte Verbindung nach Konstantinopel (und die in dieser Tradition begründete Verbindung bis nach Minsk und Moskau); ein Teilstück davon ist bekannt als „Nibelungenweg“. Fraglich sind mögliche Schlussfolgerungen daraus für die Zukunft (Fortschreibung der 2+4-Verträge mit 2 Valenzen Richtung Norden und Süden und 4 Valenzen Richtung Türkei-Orient, Russland, Lateinamerika und Nordamerika: in der folgenden Karte mit orange-farbigen Linien symbolisiert):

 

2017.03.17 Europa und die Welt.jpg

 

Ausgangspunkt dieser letzten Karte waren die bisherigen Fahrrad-Touren (grau 2013; schwarz 2015; blau 2016 wie 2017 HH-Prag-Rothenburg-Trier-HH) in Verbindung mit der Rekonstruktion der Ost-Goten-Königsdynastie von Stuttgart (Sohn von Odoaker als Herzog ab 500 n.Chr.) über Ravenna  (ab 480) und Rom (476) mit Odoaker sowie Illyrien mit Split als Diokletians-Palast und bis zum Hof von Attila und Ruga in Buda-PEST mit dem Vater von Odoaker, und weiteren, und weitergehenden Überlegungen, zunächst von Hamburg aus. Von Hamburg aus kann man den Internationalen Seegerichtshof aufgreifen und diese Tradition dieser Gerichtsbarkeit über die Hanse (Lübeck) bis Wisby auf Gotland und ursprünglicher (gemäs Adam von Bremen in der Hamburger Kirchengeschichte von 1075) Vineta (der Vineter / Wenden / Wandalen, die mit den Langobarden auf die Haruden zurückgehen mögen) folgen um von da weiter über PRAG nach ROM (vor Caesar) zu gehen.

 

Man kann auch von Hamburg als der grösten Stadt ab 1619 zurück zur davor gröste Stadt PRAG unter dem einzigen Habsburger Kaiser Rudolf II in Prag (als Stifter des Barock) und davor den Luxemburger Kaisern in Prag (als Stifter der sog. Europäischen Renaissance). Von Prag kann man sowohl auf das Vorbild der Luxemburger Kaiser, die Staufischen Kaiser mit der ersten staufischen Königsburg / Kaiserresidenz von Konrad III von 1142 in Rothenburg/Tbr., zurückgreifen, wobei diese direkte Verbindung von den Luxemburgern in Prag nach Rothenburg/Tbr. sicher belegt ist (z.B. Bürgermeister Toppler und König Wenzel mit der letzten Blüte von Rothenburg/Tbr. mit dem endgültigen, äusseren Stadtmauerring wie er bis heute erhalten ist aus dieser Zeit) als auch in Prag selbst zurück bis auf den Sitz der Lethinger Langobardenkönige in Böhmen 453-510 n.Chr.

 

Die wiederum vor Prag gröste Stadt von Europa (nach Konstantinopel, wobei 541 n.Chr. mit der Pestpandemie Rom ja ganz erloschen ist, und sich davon bis in das Mittelalter nicht wieder erholt hat) war Köln über diese staufische Zeit: gegen Ende der Staufer wurde 1248 noch der Kölner Dom (als höchstes jemals geplante und vollendete Bauwerk bis zur Fertigstellung Ende des 19. Jh.) konzipiert (als Stiftung), und wenn man von Prag aus diesen Umweg über Rothenburg/T. macht, dann trifft man dort ab 500 auf den Herzogssitz von Franken, 453 auf den Nibelungenweg als Kaiserstrasse der Konstantinischen Dynastie 293-363 und kann diesem Pfad folgen (über Tauber und Main) bis Worms und in die Kaiserstadt TRIER, um von dort nach Köln zu reisen (Hans von Bühl, genannt Hans der Bühler von Rottenburg/Neckar mit Stammvater Adalbert von Rottenburg hat dort 1412 für den Kölner Erzbischof „Diokletianus Leben“ gedichtet).

 

Von Köln als gröster Stadt der staufischen Epoche kommt man über Bremen nach Hamburg (soweit man nicht noch Aachen und Enschede als Kaiserresidenzen von Karl dem Grosen mitnehmen will) und gemäs Bischof Adam von Bremen 1075 in seiner Hamburger Kirchengeschichte nochmals weiter zurück zur vor Köln grösten Stadt von Europa: Vineta, gleich ob man den Umweg über Wisby macht, oder direkt dorthin reist: die in dieser Spätantike (einzige?) – nach dem Niedergang und Untergang von Rom – noch grösere Stadt als Vineta ist zunächst Konstantinopel, so dass man von dort (über Prag) nach Konstantinopel oder eben auch nach Rom in die bis einschliesslich Spätantike gröste Stadt der gesamten Menschheitsgeschichte (abgelöst Ende des 6. Jh. n.Chr. durch Xi’an, Ostasien, unter der kurzlebigen alt-türkischen SUI-Dynastie, die von der langlebigen TANG-Dynastie abgelöst wird.

 

Rom aber bleibt in der Menschheit-Erinnerung für diese Epoche von dieser Etruskischen Dynastie 776-500 v.Chr. und über die Römisch-Etruskischen Republik bis zur Alleinherrschaft von Caesar als Beginn der antiken Kaiserzeit (von Tiridates I bis Tiridates III im Römischen Armenien und bis hin zu Herakleios dem Älteren und der Herakleiischen Dynastie 610-711 n.chr., dann schon unter der SUI und Tang Dynastie) die mit 1 Million Menschen mit Abstand gröste Stadt, die es jemals gab auf Grundlage einer alles überragenden Moral (wie sie von Sokrates nochmals weitgehende von den Vorsokratikern als Pythagoreern und damit Etruskologen) rezipiert wurde und über Platon: POLITEIA tradiert wird, und darüber hinaus einen nicht erschlossenen EHRENKODEX EHREBARER KAUFLEUTE des PFLICHTGEMÄSEN WELTHANDELS wie er noch bei CICERO: DE OFFICIIS / vom PFLICHTGEMÄSEN WELTHANDELN durchschimmert.

 


FAHRRADTOUR 2016

zurück bis zum Langobarden-Königreich 453-558/610

speziell 453-510 mutmaslich in Böhmen (gemäs Gothaer Kodex),

470-546 unter Lethingern (Wacho 510-540), 510-558 (-610) in TEURNIA,

ZIELE: Usedom – Posen – Breslau; HronEsztergom; TEURNIA-Museum

3000 km in 3 Wochen vom 04.06. bis 24.06.2016 mit diesen 21 Tages-Etappen:

image004.jpg

In 15 Tagesfahrten 1500 km (+ 4 Halb-Tage für Anreise, 2 x Wäsche, Starkregen: d.h. bis Tag 17)

Rot: Bahnfahrten; Grün: per 7-Gang-Nabenschaltung (ab Tag 17/18 nur noch zu Fuss)

Reisebudget: 300 €   (3 x 50 € pro Woche =) 150 € + 150 € Bahntickets und anderes

 


 

FAHRRADTOUR 2015

zurück bis Herzog Nanding (ab 596 n.Chr. in Brescia)

vor dem Hintergrund von 3 Herzögen und König Theoderich 500 n.Chr. in

Rothenburg o.d.Tbr. (Castell), Stuttgart, VERONA und Regensburg (Amaler)

Reisebudget 100 €: Eine WocheReise 50 € + 50 € für 2 x Bahn-Länder-Ticket

image003.jpg

Grüne: Sitz der Vorfahren von meinem Grossvater (grüne Raute) zurück bis Guntram den Reichen

Dunkelrot: Fahrradtour 2013, ROT über St. Georgen nach Einsiedeln und CASTRUM EGGE (Guntram)

Hellrot: Bahnreise nach Strassburg Tour über Ottrott bis zum Odilien-Kloster (Sitz von Eticho / ETIH)

Schwarz: Fahrrad-TOUR 2015 zurück durch die Geschichte bis Rothari in Pavia und Herzog Nanding

 

FAHRRAD-TOUR 2015, 1000 km (Lindau, Pavia, Brescia, Verona bis RO, 30 Grad, 150 kg „Reisegewicht“)

(Anfahrt Rothenburg/T. – Lindau und Rückfahrt Rosenheim – Regensburg – Rothenburg/Tbr. mit der Bahn)

0. Tag,

23.06.15

Anreise bis Lindau

Ankunft 0.15 Uhr

Baden-Württemberg

Ticket Nacht (ab 18 Uhr)

 

1. Tag

24.06.15

 

00.30 Uhr

2.30 Uhr

5.30 Uhr

22 Uhr

Start der Tour in Lindau

Einreise Schweiz (Lustenau)

Höhe Feldkirch

Kurz vor Andeers (15 km vor Ort Splügen)

22-6 Uhr Nachtruhe

20 h radeln

2. Tag

25.06.15

6.30 Uhr

---

11.45 Uhr

21.45 Uhr

Aufbruch

Ort Splügen

Splügen-Pass

Kurz vor Monza

22-6 Uhr Nachtruhe

15 h radeln

3. Tag

26.06.15

6.30 Uhr

10.45 Uhr

14.15-14.30

21.30 Uhr

Aufbruch

Dom von Monza (Grablege H. von Tours)

Dom von Mailand (Grablege Rothari?)

Zentrum von Pavia

30 km vor Brescia

20-6 Uhr Nachruhe

15 h radeln

4. Tag

27.06.15

7.15 Uhr

10 Uhr

11.30 Uhr

17.05 Uhr

22 Uhr

Aufbruch

Castello, Burgberg von Brescia

Höhe Rezzato (Abzweig Gardasee West)

Peschiera

Verona

80 km vor Trento

22-5 Uhr Nachtruhe

15 h radeln

5. Tag

28.06.15

5.40 Uhr

9 Uhr

12.30 Uhr

16-17 Uhr

21 Uhr

Aufbruch

Ala

Rovereto

Trento passiert

Aue / Ora: 20 km vor Bozen

22-6 Uhr Nachtruhe

14 h radeln;

einige Pausen

6. Tag

29.06.15

7 Uhr

8.30 Uhr

21 Uhr

Aufbruch (20 km vor Bozen)

Ab Bozen Radweg

15 km vor Brenner-Pass (nach Sterzing)

21.30-5.30 Uhr Nachtruhe

14 h

radeln;

längere

Pausen

7. Tag

30.06.15

6 Uhr

9.30-10.30

16.45 Uhr

18-19 Uhr

22 Uhr

Aufbruch (kurz nach Sterzing)

Innsbruck passiert, von da an Radweg

Wörgl

Kufstein passiert

Rosenheim

22.30-6.30 Uhr Nachtruhe

16 h

radeln

 

 

 

8. Tag

01.07.15

7 Uhr

[9-11 Uhr

12.34-15.14

17.19-20.49

 

Aufbruch / Abfahrt

Termin]                  BAYERN-TICKET

Rosenheim-Landshut-Regensburg

Regensburg Altstadt, Dom

Regensburg-Nürnberg-Neustadt/A.-

Steinach-Rothenburg/Tbr.

Summe ca.

100 h ohne

die Pausen


Prämisse

Das 6. Jh. mit Amalern, (Justinian, Chosrau I) + Lango-Barden

speziell die 2. Hälfte des 6. Jh. (ab den SUI in Changan / Xi’an)

In einem ersten Buchprojekt war Thema die mittelalterliche Geschichte von Rottenburg am Neckar seit der namensgebenden Rothenburg von um 1090 (in Verbindung mit dem ebenso nach dieser Burg der ROTHEN KAISER als Rothen-Burg benannten Adalbert von Rothenburg mit Wappen und mit 3 Söhnen, die ab 1120 die für Alte Stadt Brestenegg, das alte Schloss in Bühl und die heutige Wüstung Kalkweil stehen), und schwerpunktmässig bis um ca. 1280: da entsteht unter den Hohenberg-Zollern die heutige Stadt Rottenburg/Neckar, die ein Jahrhundert später dann in die Habsburger Herrschaft übergeht und  im Rahmen der sog. Habsburger Vorlande verwaltet wird (bis 1806).

Für diese frühe Zeit gab es keine in sich schlüssige Darstellung der Geschichte von Burg und Alter Stadt Brestenegg, die erlaubt hätte, auf dieser Basis einer unstrittigen Darstellung die weitere Familiengeschichte dieser 3 Brüder (darunter der Amman von Bühl, genannt Bühler von Rothenburg, der namensgebende Vorfahre) und deren Vater Adalbert von Rothenburg über Adalbert von Entringen (Burg Hohenentringen), Erbvogt von Kloster Reichenau Landold II, Thurgaugraf Landold I und seinen Vater Guntram den Reichen zu erschliessen und darzustellen: Guntram ist demzufolge Erblasser von CASTRUM EGGE und der Klostervogtei von Kloster Reichenau mit mutmasslicher Grablege in Kloster Einsiedeln; seine Nachkommen der Linie der Erbvögte von Kloster Reichenau wurden erste in Wald bestattet, später dann in das neu errichtete Kloster St. Georgen umgebettet.

Diese Darstellung wiederum ist notwendige Voraussetzung um dann auch über Guntram die Geschichte der Etichonen-Dynastie von Eticho bis Guntram darstellen zu können, und daraus auf Rothari als Vater von Eticho / Adelricus und dessen Grossvater, Herzog Nanding von Brescia rückschliessen zu können. Ich konnte diese Stätten, wo diese eigenen Vorfahren sassen, jeweils besuchen und kam so 2013 zurück bis zu diesem Castrum Egge und dann 2015 erstmals auch bis Norditalien zur möglichen Grablege von Rothari (vermutet wird bisweilen der Dom von Monza, plausibler könnte aber die Johannis-Baptisterium in Mailand sein, das dort stand, wo heute der Eingang zum Mailänder Dom ist).

Vor Pavia, ganz am Anfang des Langobardenkönigreiches, war Sitz der Langobardenkönige noch der von Theoderich in Verona neu errichtete Königspalast, nachdem er die Herrschaft von seinem Vorgänger Odoaker in Ravenna (vergl. „Rabenschlacht“) um ca. 500 n.Chr. übernommen hatte, während zwei seiner Cousins, je ein Sohn von zwei Brüdern seines Vaters, einerseits als Herzog von Bayern in Regensburg, andererseits als Herzog von Alemannien in Stuttgart eingesetzt wurden; ab 500 n.Chr. ist aber auch bereits die Familie CASTELL (gemäs der Hauschronik der Castell von um 1600) nachweisbar in Rothenburg ob der Tauber: es ist das Rothenburg, das dann auch Sitz von Herzog Konrad bis 911 ist:

Er wird 911 mit Ende der Karolinger Herrschaft der erste König (gefolgt von Heinreich und Kaiser Otto I), verlegt dann aber die Residenz bzw. begründet eine zweite Hauptresidenz als Königsresidenz in Worms (der alten Burgundenhauptstadt). In diesem Rothenburg beginnt dann auch Konrad III seine Karriere wiederum als Herzog von Franken, geht dann allerdings nicht nach Worms als er zum König und schliesslich von der Bevölkerung in Rom zum Kaiser gewählt wird, sondern baut in Rothenburg/Tbr. dann ab 1142 eine neue Königsresidenz / Kaiserburg, die erste Staufenburg, allerdings stirbt sein Sohn allzu früh, so dass ihm nicht seine eigenen Nachkommen folgen, sondern sein Neffe Friedrich Barbarossa.

Diese Staufen-Dynastie wird im Mittelalter abgeleitet von der Regensburger Linie der AMALER, die auch vorrangig vor den Langobardischen Königsdynastien die Könige für das Langobarden-Königreich stellt, so nach Langobardenkönig Rothari: diese Amaler Dynastie gilt entsprechend auch als die älteste Familie im gesamten deutsch-römisch-langobardisch-amalischen Kaiserreiches, ungeachtet der vorrangig geltend gemachten Ansprüche von Merowingern, im 6. Jh. zu dem von Justinian, Chosrau I und nicht zuletzt auch der neuen SUI-Dynastie, die zusammen mit dieser neuen 2-Millionen-Planstadt (2-Millionen-Flüchtlingsstadt) Changan / Xi’an erstmals auftritt und damit alles weltweit dominiert.

Unter dem Vorbehalt, dass sich diese vorläufige Darstellung endgültig als richtig beweisen lässt, ist damit zunächst und bis auf weiteres die Familiengeschichte und Geschichte vor Nanding ab 596 n.Chr. als Herzog in Brescia fraglich, denn obwohl eigentlich im Edictum Rothari die Namen der Vorfahren (rein rechnerisch durch die gesamte Spätantike seit Diokletian) nachgewiesen sind, gibt es nur indirekte Indizien, die eine Herkunft der Familie aus einem Langobarden-Territorium aus der heutigen Slowakei bis einschliesslich Grossraum um Buda-PEST von 510-595 plausibel erscheinen lassen, denn dort zogen 595 die letzten Langobarden-Familien ab nach Italien, 596 ist dann Nanding erstmals nachgewiesen als Herzog von Brescia.

Von dort aus könnte der Grossvater von Nanding, ein Adamund, als Mundus bei Prokopios von Cesarea in  Kroatien Split (damit den Diokletianspalast) aus vorausgegangener Ostgotischer Herrschaft übernommen haben (abgewickelt haben), aber mehr als eine zeitliche Überschneidung von Adamund und Mundus gibt es zunächst nicht. Der Begriff Kroatien allerdings als engl. Croatia (Croats = Krauts?) resp. Chroatia (Chrobatia) könnte etymologisch identische sein dem Begriff Haruden, und historische Karten weisen zur Zeit von Odoaker (480-500 in Ravenna) die Croats noch nördlich und nordöstlich der heutigen Slowakei aus (Krakau bis Lemberg?), Rothari aber gilt als Abkömmling der Gens harudos (damit der Haruden / Croats / Hroathen / Rothen / Rus).


Vorwort

Etichonen und Merowinger

unter den Herakleiden in BYZANZ

Mit dem Ursprung der Etichonen in Eticho ist man in der Epoche nach Untergang des bis dahin realen Kontextes der Sassaniden-Kultur mit den dann nicht mehr verfügbaren literarischen Quellen (mitteliranische Pahlevi-Literatur), in der gleichzeitig die Byzantinischen Kaiser aus der Herakleiden-Dynastie (aus der Römisch-Armenischen Parthischen Dynastie des. 1.-5. Jh.) noch eine gewissen Kontinuität garantieren, während das ehemalige Merowingerreich nur noch unter einer neuen weltlichen Gewalt möglich ist:

Der Vater von Eticho / Adelricus gilt (gemäs Stiftungsurkunde des Odilienklosters) bereits als Maior Domus der Merowinger und löst damit möglicherweise die (als solche nicht erschlossenen) Württemberger (als Amaler, seit ca. 500 n.Chr. mit Sitz in Cannstatt bzw. auf dem Wirtemberg bei Stuttgart) als Hausmeier der Merowinger ab, umgekehrt werden ggf. diese frühen Etichonen als Hausmeier der Merowinger dann 714 durch Karl Martel wiederum abgelöst als neuem Hausmeier der Merowinger.

Die Hintergründe der Etichonen in Eticho und seinem Vater wie seinen weiteren Vorfahren sind bis heute kaum erschlossen, der letzte, der dazu vielleicht nochmals mehr wusste als bis heute bekannt wurde – und ebensowenig erschlossen ist – könnte Guntram der Reiche gewesen sein. Als Hausmeier waren Eticho und die frühen Etichonen die weltliche (und damit alles begrenzende) Gewalt eines älteren, nur mehr als geistlichen Kosmos verfügbaren Merowingerreiches:

Damit aber ist beispielsweise fraglich, ob unter Eticho / Adelricus dieses ehemalige Merowingerreich weitergehend wiederhergestellt und verwaltet werden konnte als das anschliessend von den Karolingern geleistet werden konnte: damit würde die Karolinger nur mehr dieses Etichonen-Reich verwaltet haben, nicht mehr das ursprüngliche Merowingerreich, was ursächlich dafür sein könnte, dass die Karolinger nicht in direkter Sukzession zu den Merowinger, von denen sie abstammen, gesehen werden.

image010.jpg

Fraglich könnte also beispielsweise sein, ob diese Graphik eine Historische Realität des Merowingerreiches unter Eticho und den frühen Etichonen gewesen sein könnte (mit Sitz der Hausmeier in Strasburg), damit der Historische Hintergrund, vor dem die frühen Karolinger als Hausmeier der Merowinger eingesetzt wurden, ob das damit auch der Historische Hintergrund ist der „Teilung“ dann 911 n.Chr. als westliches Frankenreich und östliches deutsch-römisch-amalisch-langobardisch-harudisches Reich getrennte Wege gehen.

Entsprechend ist fraglich, ob – bewusst oder unbewusst – heute die aktuelle EU-Doktrin (unter der Bourbonen-Kapetinger-Karolinger-Merowinger-Dynastie in Spanien und Luxemburg) in diesen Bahnen verläuft, mehr noch, welche weltliche Kompetenzen heute bereits neu als Tugendlob und damit für die Zukunft der kommenden 50 – 100 Jahre unter Beweis gestellt werden können, d.h. als „Loblied“ auf die heutigen Tugendbräute als dem einzigen Zukunftsfenster für die Menschheit insgesamt und schlechthin.


Einführung

 

Karolingische Renaissance und

die eindeutigen Pfalzen von Karl dem Grosen


„Als karolingische Renaissance, auch karolingische Renovatio oder karolingische Erneuerung genannt, bezeichnet man den kulturellen Aufschwung im Frühmittelalter zur Zeit der frühen Karolinger, der vom kaiserlichen Hof Karls des Großen ausging. Die Erneuerung betraf insbesondere das Bildungswesen, die lateinische Sprache und Literatur, das Buchwesen und die Baukunst.“

Quelle:   http://de.wikipedia.org/wiki/Karolingische_Renaissance


 

 

 1. Ingelheim am Rhein

 

Pfalz Ingelh.gif

Der Pfalzbau Ingelheim, archäologische Artefakte

(Quelle:  http://www.kaiserpfalz-ingelheim.de/ )

 

 

Rekonstr_K_I.jpg

Kaiserpfalz_I.jpg

   Aktuelles Modell: karolingischen Kaiserpfalz Ingelheim

Grundriss im heutigen Stadtgebiet

 

( Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Ingelheimer_Kaiserpfalz )

 


 

 

 

2. Aachen

                                    

Kaiserpfalz A1.png

Kaiserpfalz A2.jpg

 Rekonstruktion ursprüngliche Pfalz Aachen

Leitlinien projiziert von Martin F. Bühler

Im heutigen Stadtgebiet von Aachen

Gab es eine übergeordnete „Bauleitplanung“?

 


 

3. Pfalz Niemwegen

( erst nach dem Tod von Karl dem Grosen fertiggestellt)

( vergl.: http://de.wikipedia.org/wiki/Nijmegen  )


 

Guntram der Reiche

in karolingischer Tradition und

die Neuordnung im 10. Jh.

  


 

Guntram der Reiche und Castrum Egge (errichtet ab 933 bis 952?)

 

Castrum Egga.jpg

 

Blauer Kreis in der Mitte: Lage von „Castrum Egge“ (bzw. des weitläufigen Schlosses „Burgstall“ gemäs Oberamtsbeschreibung Saulgau zu Ebenweiler 1829)

Aus der erblichen Residenz "Castrum Egge", der erblichen Klostervogtei und der erblichen Familiengrablege von Hermann zurück über Hezilo, Ulrich von Egg, Landold II junior und Landold senior lässt sich rückschliessen auf einen Erblasser: es spricht alles dafür, dass das Guntram der Reiche ist, der damit bereits Castrum Egge ab 933 - 952 angelegt haben müsste und wohl auch schon für Kloster Reichenau, einer frühen Etichonen-Stiftung von 714, als weltlicher Schutzvogt verantwortlich war (nachdem die Klostervogtei 911 mit Ende der Karolinger verwaist war). Bis heute gibt es die Siedlung Egge / Egg, die auf den Namen „Castrum Egge“ zurückverweisen dürfte, und am / im Areal bzw. an / in der Anlage (heute nur noch Bodendenkmal mit Ringwall und vorgelagerten Ringgraben) „Burgstall“ waren nach den Angaben von 1829 (Oberamtsbeschreibung von Saulgau zu Ebenweiler) noch „Spuren eines weitläufigen Schlosses“ zu sehen; aufgrund der strategisch günstigen Lage auf einem Bergsporn (mhd. Egg, Egge) ist eine Anlage an dieser Stelle aus 933-952 zumindest hoch plausibel.

Thurgaugraf Landold (senior) auf Castrum Egge (gemäs Notitia Fundationis zu Kloster St. Georgen) muss identisch sein mit dem in der Acta Murensia (mit vollständiger Deutscher Übersetzung neu herausgegeben von Staatarchiv Kanton Aargau und verlegt von Schwabe in Basel 11.2012) als Vater von Radbot (Erbauer der Habsburg und Begründer von Kloster Muri) bezeichneten „Landold auf der Altenburg“, Sohn von Guntram dem Reichen. Damit wäre die „Alte-Burg“ bzw. Burg der Alten (Alten-Burg) vor Radbot zwar Castrum Egge, doch ist dort keine Grablege von Guntram dem Reichen belegt, aber die 814 von Meinrad von Kloster Reichenau aus gegründete Einsiedelei wurde 934 unter dem „vornehmen Priester“ Eberhard aus Strasburg (dort war der Sitz der Etichonen als Grafen des Nordgaus, damit auch der Sitz von Guntram, der seit 918 mit seinen Brüdern als Nordgaugraf eingesetzt gewesen sein soll und 933 unter Heinrich dem Vogler an der Schlacht gegen die Awaren teilgenommen hat als Heerführer), damit mutmaslich einem Etichonen, zu Kloster Einsiedeln: 946 wird das Kloster von König Otto I bestätigt, 972 (973) dann von Otto II erneut bestätigt.

973 ist Guntram zum letzten Mal urkundlich belegt. Im Nekrolog von Kloster Einsiedeln ist singulär das Sterbedatum von Guntram überliefert. Das kann ein Indiz dafür sein, dass Guntram das Kloster Einsiedeln errichten liess und dort seine letzte Ruhestätte gefunden hat. Dafür könnten auch weitere Indizien sprechen, und es spricht nichts dagegen. Allerdings ist das Kloster 1029 abgebrannt und wurde dann neu aufgebaut mit (neuer) Krypta. Sein Sohn Landold hat eine eigene Grablege in Wald gegründet, die zunächst dessen Sohn Landold II (Junior) weiter genutzt hat mit seinen Nachkommen, sein weiterer Sohn Radbot hat um ca. 1025 die Habsburg gebaut und kurz darauf Kloster Muri begründet als Grablege für sich und seine Nachkommen. Damit wurde die Erinnerung an Guntram den Reichen zwar später in der Acta Murensia gewahrt, nicht aber die Erinnerung an seine Grablege. Tatsächlich aber taucht das Wort Schwyz 970 erstmals auf, so dass vielleicht Kloster Einsiedeln mit der (nicht heute mehr bekannten Grablege von Guntram) der „Kondensationskern“ für den Kanton Schwyz und damit schliesslich für die Schweiz geworden sein könnte.


 

Familiengrablege von Landold (senior)

in (Kloster) Wald und Kloster St. Georgen

(rot markiert; in der Ottonenzeit; heute Königseggwald / Ravensburg)

Sohn von Guntram dem Reichen ist Thurgaugraf Landold / Lanzelin / K(l)anzelin: er hat den Quellen (Notitia fundationis zu Kloster St. Georgen) zufolge in (Kloster) Wald (heute Königseggwald) eine Familiengrablege begründet als Erbbegräbnis; sein Sohn, Landold II junior, ist von 992 bis 1024 als Vogt von Kloster Reichenau belegt; die Erbfolge  geht weiter an dessen Sohn Ulrich von Egg (Castrum Egge), dann an dessen Sohn Hezilo, der schliesslich Kloster St. Georgen gründet 1083 und die Bestattungen von (Kloster) Wald in das neue Kloster St. Georgen umbettet; mit seinem kinderlosen Sohn Hermann, dem letzten Erbvogt von Kloster Reichenau (mit einem frühen, gewaltsamen Tod in Kloster Reichenau) und letztem Erben von Castrum Egge endet  diese Traditionslinie; seine Witwe hat Castrum Egge noch als Witwensitz bis zu ihrem Ableben 1111.

 erbvögte.jpg 

Anmerkung: Weitere Nachkommen von Landold II sind u.a. auch ein Sohn Adalbert von Entringen, dessen Söhne Landold von Entringen und Adalbert von Rottenburg/Neckar (beide gelten neben den Zähringer-Badenern, die die Klostervogtei von St. Georgen übernehmen und noch ein Jahrhundert weiterführen als Haupt-Erben, als nächstverwandte Mit-Erben der erloschenen Linie von Hezilo als Stifter von Kloster St. Georgen und dessen Sohn Hermann). Adalbert von Entringen baut (nach dem Vorbild der Habsburg seines Onkels Radbot?) mutmaslich Hohentringen, sein Sohn Adalbert von Rottenburg die Burg Rotenburg über dem Neckar (benannt nach den Rothen Kaisern, also den Saliern als mumasliche Geldgeber / Bauherren dieser Reichsburg / Eigenburg der Rothen Kaiser).

Die Söhne Adalbert von Rotenburg (heute Rottenburg/Neckar bzw. Weilerburg über Rottenburg/N.) sind:

1. Amman von Brestenegg,

2. Amman von Bühl, genannt Bühler von Rotenburg  und

3. Amman von Kalkweil.

 

Die Badener Dynastie war ja zunächst nach dem Erlöschen dieser Erbvögte von Kloster Reichenau und Erben / Erbgrafen von Castrum Egge nach etwa ein Jahrhundert für die Vogtei des neuen Klosters St. Georgen und damit für die Grablege der (umgebetteten) beiden Landolde (von denen sich ja über Bertold I auch die Zähringer und Badener ableiten) und weiterer umgebetteter Familienangehöriger und ggf. weiterer Bestattungen verantwortlich. Dann endet dort die Pflege des Ahnenkultes durch die Nachkommen der Landolde als Klostervögte offenbar endgültig für immer. Das Kloster brennt ab, und das mehrfach nach mehrfachem Wiederaufbau. Ob dieses Kloster St. Georgen als gemeinsames Familienkloster der Badener, Zähringer, Entringer und Rottenburger / Rothenburger und deren Nachkommen – ggf. teils auch noch als deren Grablege – genutzt wurde ist  aufgrund teils widersprüchlicher Angaben / Befunde / Indizien bisher teils wohl eher fraglich. 

 

Rätsel:

Die Hauptquelle für die Söhne von Adalbert von Rotenburg und damit die 3 Linien der Amman, u.a. den Amman von Bühl mit Schloss in Bühl ab 1120 (das als kleineres Schloss noch im heutigen Schloss des 16. Jh. enthalten ist) bis zur Neuen Stadt, dem heutigen Rottenburg/Neckar ab 1280 (mit dem bis heute erhaltenen „Bühler-Hof / Amman-Hof“ als Stadtresidenz der Amman von Bühl an der Stadtmauer, die an dieser Stelle noch erhalten ist, bis zu ihrem Erlöschen mit Balthasar von Bühl 1502, nachgewiesen u.a. in der Chronik der Grafen von Zimmern als enger Freund des Grafen) ist DIE CHRONIK DES CHRISTOPH LUTZ VON LUTZENHARTT AUS ROTTENBURG von 1609. Dort findet sich eine eher kryptische Angabe, demzufolge die Alte Stadt BRESTENEGG 8 Jahr nach Untergang von „Landskron“ ab 1120 erbaut wurde. Dieser Untergang einer Stadt (durch eine Überflutung nach Erdbeben?) wird für die Region Rottenburg / Württemberg für diese Zeit ausgeschlossen, so dass damit scheinbar auch andere Angaben fragwürdig sein könnten. Diese rätselhafte Angabe zu 1112 innerhalb des Kosmos der Salischen Kaiser / Rothen Kaiser 1024-1125 allerdings ist möglicherweise zeitgleich zu einem anderen rätselhaften Ereignis ganz im Nord-Osten des Reiches: dort schreibt 1075 Bischof Adalbert von Bremen in seiner Hamburger Kirchengeschichte von der „grösten Stadt von ganz Europa“, die (gemäs literarischen Quellen) auf Usedom, speziell der Halbinsel Gnitz mit der Insel Grömitz, gewesen sein soll, und wo 1170 Helmold von Bosau berichtet, dass noch Ruinenreste von dieser ehemals grösten Stadt von Europa, VINETA, zu sehen sind. Möglich bzw. plausibel wäre, dass eine frühere Landverbindung zwischen Usedom und Rügen 1112 bei einem Erdbeben mit schwerer Sturmflut (oder Tsunami) dieser Damm gebrochen ist und damit auch die natürliche Existenzgrundlage von VINETA (als sicherer Hafen in hinreichender Entfernung zur Flussmündung) entfallen ist, damit Wolin die Funktion übernommen hat (noch später, spätestens mit dem Kanal bei Swinemünde direkt zur Ostsee, wird Stettin diese Funktion übernehmen): davor soll die Mündung der Oder / des Peenestromes noch westlich von Rügen gewesen sein (nach Ptolemäus). Jedenfalls wird berichtet, dass mit Untergang von Vineta die verbleibende gröste Stadt dann zunächst Wolin war / wurde.

LINK zu literarischen Quellen zu Vineta


Guntram wird im Gefolge von König Heinrich beschrieben, ist damit mutmasslich die Generation von Kaiser Otto I (war allerdings zunächst eng befreundet mit dem ersten Sohn von König Otto aus erster Ehe mit Editha), und die genaue Stellung von Guntram zu Otto als König und dann als Kaiser mag fraglich sein, vielleicht auch deshalb, weil vermutet wird, dass die Reichskrone wie sie für die Kaiserkrönung von Otto I angefertigt wurde, in Kloster Reichenau hergestellt wurde: weil Guntrams Nachkommen als Erbvögte von Kloster Reichenau und als Erben von CASTRUM EGGE ausgewiesen sind, spricht alles dafür, dass bereits Guntram (informell) dieses mit Ende der Karolinger verwaiste Kloster Reichenau als Vogt verantwortet hatte (vielleicht weil es ein Etichonenkloster von 714 war); dann wurde unter seiner Regie diese Kaiserkrone gefertigt.

Es gibt inzwischen zwei Historische Romane über die Zeit von Otto: Die Zeit bis einschliesslich seiner ersten Ehe mit Editha behandelt Rebecca Gablé in DAS HAUPT DER WELT (2013), die anschliessende Zeit bis zur Kaiserkrönung in Rom wird behandelt in DIE FREMDE KÖNIGIN (27.04.2017). Die fiktive Romanfigur Gaidemar als enger Freund von Liudolf als Sohn von Otto trägt vielleicht Charakterzüge wie ich sie für Guntram den Reichen voraussetze, der tatsächlich mit diesem Sohn befreundet war (und mit ihm „geputscht“ haben soll gegen Otto, deshalb in Ungnade gefallen sein soll, was aber fraglich ist, da er zwar nicht mit als Graf den Nordgau belegt ist, aber als Bauherr von Castrum Egge zu erschliessen ist und nach Eheschliessung mit der Erbin von Windisch möglicherweise dort den Grafentitel / Herzogtitel führt (Radbot übernimmt diese Herrschaft später).

Die Zeit von König Heinrich wäre damit eher die Zeit des Vaters von Guntram; die Zeit des Endes der Karolinger-Herrschaft und die Einsetzung von König Konrad I 911 würde damit noch in die Zeit des Grossvaters von Guntram zurückreichen, was wiederum weniger erklärt als vielmehr immer wieder neue Fragen aufwirft, da diese sog. Salischen Kaiser zeitgenössisch noch als die ROTHEN KAISER / HARUDEN-KAISER / KRAUTS (= „CROATS / KROATEN“) angesprochen worden sein mögen (die Bezeichnung Salier jedenfalls kommt sehr viel später auf und geht möglicherweise auf die Salier (Sal-Franken) als Vorfahren Berswinda als Ehefrau von Eticho / Adelricus zurück, die ja als Merowinger-Prinzessin diesen Merowinger-Kosmos als Bildungsideal verkörperte (vergl. Usch Henz: Die Merowinger, 2010), jedenfalls stellen diese Etichonen später Papst Leo IX:

Eticho.jpg

Diese Darstellung legt nahe, dass 1049-1054 (damit bis zum Schisma ab 1954) diese Etichonen damit sowohl Papst als auch Kaiser stellen konnten, aber ggf. immer im Wissen und im Bewusstsein, dass sie das letztlich nur stellvertretend – als zweitälteste Familie (soweit sie damals nicht eine weitergehende Familiengeschichte ausweisen konnten – für die älteste Familie im deutsch-römisch-langobardisch-amalischen Reich leisten, und nur bis wieder ein Vertreter der Amaler selbst das Kaisertum übernimmt: das wäre dann ja mit Konrad III geschehen, der als staufischer AMALER diese Rothen Kaiser ablöst und dann Rothenburg/Tbr. zum „Nabel des Kaisertums“ macht (als dt. König und als von der Bevölkerung in Rom gewählter Römischer Kaiser), wenn auch nur über diese eine Generation bis 1152, weil dann ja nicht der Sohn, sondern sein Neffe Friedrich I Barbarossa folgt.

Sein Halbbruder ist der von ihm 1138 als Bischof Otto von Freising eingesetzte Chronist der frühen Staufen bis 1158. Der Historische Roman Julia Freidank: DIE FÄLSCHERIN (2012) behandelt diese Zeit um Otto von Freising. Der jetzt 04.2017 neu erschienene Historische Roman Sabine Ebert: Kreuz und Schwert behandelt die Jugendzeit von Kaiser Friedrich III Barbarossa, damit diese Zeit von Konrad III, aus einer ganz anderen Perspektive, und da weitere Bände folgen sollen, wird die Diskussion über diese Zeit und die ggf. auch diese Residenz von Konrad III von 1142 (an die nun seit 27.10.2016 auch in Rothenburg selbst am Burggelände eine Gedenktafel angebracht wurde mit einem ersten Rekonstruktions-Ansatz) vielleicht weiter lebendig bleiben auch als Andenken an diese bisher älteste erschlossene Kaiserdynastie des letzten Jahrtausends.

Früh-Staufisches Deutschland um Rothenburg.jpg

Rothenburg ob der Tauber mit der Neuen Königs- / Kaiserresidenz von Konrad III von 1142 als „Nabel der Staufen-Welt“

In der direkten Sukzession / Nachfolge von Kaiser Friedrich I Barbarossa bis Kaiser Friedrich II (mit Planung des Kölner Doms 1248) bis 1250 wird deutlich sichtbar, was vermutlich bereits unter Konrad III (oder sogar die Rothen Kaiser ab 1024 und bis zum Schisma 1054?) angelegt war und dann von 1152-1250 nur noch verwaltet wurde bis es schliesslich als Stiftung der Staufischen Amaler mit Ende dieser ältesten Familie in Deutschland im Kölner Dom (für die Gebeine der Heiligen / Könige aus dem parthischen Morgenland) einen bleibenden Niederschlag fand.

Gleichzeitig kann fraglich sein, ob das Königtum des Amalers Odoaker in Ravenna (mit Grablege auch von Theoderich in Ravenna?) und Theoderich ab 500 n.Chr. (mit neuem Palast in Verona, neben den Herzogtümern Bayern mit Regensburg und Alemannien mit Stuttgart ebenfalls unter Amalern Cousins von Theoderich ab 500 n.Chr.) quasi übertragen wurde auf den seit 500 n.Chr. (unter den Castell) belegten Herzogsitz von Franken: auf Rothenburg ob der Tauber (am Nibelungenweg bzw. der alten Merowinger-Strasse resp. der Kaiserstrasse des 4. Jh. von Trier über den Main und die Tauber und weiter über die Wörnitz und Donau bis Konstantinopel).

Staufisch-Amalisches Europa Neues.jpg

  Kultureinflusses der Staufischen Dynastie von Konrad III bis Friedrich II mit Ostkolonisation als Folgewirkung

Konrad war wiederholt erfolgreich am Heiligen Grab in Jerusalem bzw. im „Heiligen Land“, erst als Pilger, dann per Kreuzzug, genau wie Friedrich II dann nochmals per Kreuzzug im Heiligen Land war (während Friedrich I Barbarossa durch seinen Tod 1190 unterwegs gescheitert ist). Es hat sich wohl auch früh ein Frauenkult („Judentum“) um dieses frühe staufische Kulturerbe in Rothenburg gebildet, wie indirekt aus dem Untergang dieser Jüdischen Gemeinde (in einem Massenselbstgenozid, wie bereits von Flavius Josephus: Die Geschichte des Judäischen Krieges beschrieben für das „Judentum“) Anfang des 15. Jh. zu erahnen ist: literarisch wurde das gewürdigt durch Sabine Martin: DIE RELIQUIENJÄGERIN (03.2014)

Die Amaler Familie als die älteste Familie Deutschlands (mit nachweislichem Ursprung in Ermanerich im Raum Kiew und Genealogie zurück bis zur Zeitwende), ist unwillkürlich – jenseits der Selbstbeschränkung auf Familienpatriarchat (wie z.B. im Edictum Rothari als Langobarden-Recht ausgewiesen) – natürlich jenseits des masgeblichsten Familienpatriarchates religionswissenschaftliches Primat von Matriarchat (als Judentum oder Islamwissenschafts-Judentum) alles, was über die jeweils weltliche Herrschaft hinaus geht ist immer erst einmal diese staufische Welt, gleich ob man das „Europäisch“, „Jüdisch“ oder „Islamisch“ nennt oder mit Turkologie, Runologie oder Etruskologie (Faschismus) verbinden wird.

Jüdisches Europa der Staufen-Doktrin.jpg

„Europäisches“ Islamwissenschafts-Judentum der Turkologie der Runologie des Faschismus der Etruskologie?

So abwegig eine solche Folgewirkung bis heute vordergründig ist, stellt sich doch bei genauer Betrachtung beispielsweise der Historischen PC-Rollenspielreihe Assassin’s Creed (Ubisoft) die Frage, ob nicht die „Assassinen“ als „Gesetzeshüter“ unter Kaiser Friedrich II (bzw. insgesamt der Tradition von Friedrich I Barbarossa bis Friedrich II) und davor die Templer als die „Kreuzzugs-Ritter“ unter König Konrad III (als von der Bevölkerung von Rom gewählten Römischen Kaiser, mit Neuer Königs- / Kaiserresidenz von 1142 in Rothenburg ob der Tauber) am besten zu interpretieren sind:

Ich selbst jedenfalls fand (bei Assassin’s Creed: ROGUE mit dem Paradigmawechsel des Protagonisten vom Assassinen zum Templer) diese Interpretation als weit schlüssiger als jede denkbare alternative Deutung, wobei ich nicht diese Ideologie vertrete, sondern auf diese bekannte, weil offensichtliche Selbstbedrohung per Massenselbstgenozid hinweise, wo immer diese Selbstbeschränkung auf das maximal verfügbare Familienpatriarchat verlassen / überschritten / per Bordellkonkursdiktatur ignoriert wird unter Primat des Matriarchats (mit der Tendenz zum Religionsfrevel).

Burgen in Rothenburg.jpg

Bisher war die Stadtgeschichte von Rothenburg/Tbr. archäologisch nur zurück bis zur Staufenburg von 1142 nachgewiesen, die Rothen-Burg von 1080 ist indirekt erschlossen (aber nicht ausgegraben; gesichert sind allerdings Oberflächenfunde, die die literarische Überlieferung jedenfalls bestätigen), darüber hinaus fehlte bisher jede gesicherte Spur.

Sicher ist, dass die Rothen-Burg von 1080 von Gebsattel aus errichtet wurde, und gesichert ist, dass erst ab dem 12. Jh. dann diese Ortsbezeichnung „Gebsattel“ erstmals nachzuweisen ist. Der Ort selbst ist aber viele Jahrhunderte älter, genau wie die literarisch belegte Geschichte von Rothenburg/T., so dass naheliegt, zu vermuten, dass die Stadtgeschichtsschreibung und Familiengeschichtsschreibung der von Castell wussten, dass der Herzogssitz von Franken bis 1080 im heutigen Gebsattel war.

Es gibt eine Reihe plausibler Gründe und Indizien, die dafür sprechen, beispielsweise weil dort die letzte beste Möglichkeit ist, die Tauber zu überqueren: entlang der Tauber würde der Nibelungenweg bzw. die Kaiserstrasse (von Trier nach Byzanz) des 4. Jh. geführt haben, die Strassenkreuzung wäre ein Grund für die Bedeutung des Ortes gewesen, der wichtiger „Vorposten“ der Merowinger 500 n.Chr. mit Gründung des Herzogtums Franken wurde.

Rothenburg/Tbr. wurde unter Konrad III sicher auch ein herausragendes literarisches Zentrum im Deutschen Reich, auch wenn das nicht erschlossen ist, da vieles erst in einer späteren Bearbeitung überliefert ist, so auch der Nibelungenstoff im Nibelungenlied von 1205, eine Dichtung, die auf eine Vorlage der Zeit König Konrad III zurückgehen muss, und diese Vorlage basiert wiederum auf einer Vorlage aus der Zeit von König Konrad I, der ab 911 in Worms als König residiert, bis 911 aber als Herzog von Franken in Rothenburg/T. (Gebsattel) sitzt.

Wenn vorausgesetzt wird, dass es sich hier um eine lokale Überlieferung am Sitz des Herzogs von Franken (seit 500 n.Chr.) handelt, kann damit diese Überlieferungsgeschichte nun erstmals bis vor 1142 und 1080 zurück lokalisiert werden, soweit der Herzogssitz (villa regia / villa rustica) für Franken in Gebsattel nachweisbar wird. Beim Nibelungenstoff handelt sich dabei möglicherweise um den ältesten originär deutschsprachig überlieferten literarischen Stoff überhaupt, der damit innerhalb der Geschichte der ältesten Familie Deutschland’s (Staufen als Amaler) in Rothenburg/T. neu erarbeitet wurde; das aber ist nur ein Beispiel, ein anderes ist die Kaiserchronik.

Herzogssitz.jpg

Tatsächlich lässt sich allerdings in Gebsattel keine für die Zeit von 500 n.Chr. bis zum 11. Jh. typische Anlage mit Graben-Wall und Motte nachweisen, wobei die literarische Überlieferung davon weiss, dass Anfang des 10. Jh. auch Burgen / Motten in der Region Rothenburg/T. zerstört wurden und anschliessend teils stärker befestigt wiederaufgebaut oder aber ganz neu gebaut wurden; dieser literarischen Überlieferung zufolge würden u.a. die Burg Gailnau und die Burg Nordenberg wiederaufgebaut / neu gebaut worden sein und damit Sitz des Herzogs von Franken geworden sein.

Es sind 3 solche Frankenherzöge für das 10. Jh. literarisch gut belegt und überliefert: Konrad bis 911, dann sein Bruder Eberhard ab 911 und später bis 955 Konrad der Rothe. Am 30.10.2016 fand ich nun in Sichtweite von Gebsattel aus eine Frühmittelalterliche Graben-Wall-Anlage, wo heute noch ein 1,5 m hoher Wall zu sehen ist. Es könnte eine für 500-900 n.Chr. typische, nicht so extrem stark befestigte Anlage wie dann ab dem 10. Jh. gewesen sein. Allerdings sind diese Anlagen doch eher Fluchtburgen, der komfortable, ständige Herzogssitz und Wirtschaftshof (Villa rustica, Villa regia) könnte / müsste also in Gebsattel gewesen sein.

Es gibt einerseits indirekte Hinweise, dass Gebsattel älter sein muss und masgebliches weltliches Zentrum gewesen sein muss, da alle Orte im gröseren Umkreis von Gebsattel aus als Kirchengemeinden gegründet wurden. Dann ist dort ein idealtypischer Kreuzungspunkt für eine Strasse entlang Main-Tauber-Wörnitz-Donau – mithin von auch von Nord nach Süd – einerseits und eine Ost-West-Strasse (von Prag-Pilsen-Nürnberg-Ansbach und weiter Richtung Schwäbisch Hall, ect.) andererseits, darüber hinaus gibt es in Gebsattel bis heute ein Schloss (aus dem 16./17. Jh.) mit indirekten, bis heute offenbar nie überprüften Hinweisen auf älteres Gemäuer im Kellergeschoss von einer älteren Vorbebauung.

Ich will hier keine weiteren Spekulationen vorstellen, sondern auf diesen konkreten Ausgangspunkt für weitere Untersuchungen verweisen kann. Weil es als unabhängige literarische Überlieferung die Familienchronik der Castell gibt, derzufolge deren Vorfahren 500 n.Chr. in Rothenburg (bzw. dem dazu ursprünglichen Gebsattel) als Herzöge von Franken eingesetzt werden, ist es nicht moderne Spekulation, sondern uralte literarische Überlieferung, der man bisher nur die moderne Spekulation entgegensetzen könnte, und das ist nichts weniger als ein Beweis.

Folgt man der Überlieferung des Nibelungen-Stoffes (ggf. in Rothenburg/Tbr. bis 500 n.Chr.) zurück, muss man wieder zurück zu den Stätten finden, die darin überliefert sind, und das ist demzufolge 453 n.Chr. die Grablege von Attila unter einem Flussbett. Sucht man von der Etzelsburg / Gran / Esztergom aus nach der nächstbesten Möglichkeit, wird man auf den Flusslauf GRAN / HRON kommen genau gegenüber der Donau, und von da ist es nicht weit, bei HRON / GRAN / RAN damit (mit i, das einen langen Vokal anzeigt) auf RAIN zu kommen, und damit wäre der RAIN, der Fluss HRON, in dem demzufolge auch der Nibelungenschatz versenkt wurde.

Das ist plausibel (damit nichts weniger als bewiesen), wenn Attila zusammen mit dem „Schatz der Nibelungen“ (und vielleicht auch den Königen von Burgund samt Hagen) bestattet wurde. Bisher sind das nur vage Hypothesen auf Basis von einigen Indizien, die nur beispielhaft verdeutlichen wollen, welchen neuen Zugang man damit zu uralten Fragenstellungen und Themen finden kann, wenn zusätzlich auch diese Früh- und Vorgeschichte von Rothenburg/Tbr. wieder neu erschlossen werden kann zusammen mit der Geschichte der Staufen / Amaler als der ältesten bekannten Familie in Deutschland.

 

Stand 16.08.2017